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Salta & Buenos Aires, Argentinien - 1. bis 8. November 2015

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Nach nicht einmal einer Woche hiess es schon wieder Abschied nehmen von Chile und dem Hochland. Die zehnstündige Busfahrt von San Pedro nach Salta in Argentinien war traumhaft. Ein letztes Mal kreuzten wir die Anden mit ihren wunderschönen Lagunen, Vulkanen, Bergen und Schluchten. Wir werden diese fantastische Landschaft vermissen.

Salta hat uns dann mit Regenwetter empfangen. Wir hatten uns ein günstiges Hostel ausgesucht und fanden uns in der bis Anhin schäbigsten Unterkunft auf unserer Reise wider. Das passte immerhin zum Wetter. Wir blieben zwei Nächte und unternahmen nur das Nötigste. Uns gefielen die kitschigen Kirchen in rosarot und hellblau, die weiten Strassen und natürlich das Essen. Argentinien ist ja der Albtraum eines jeden Vegetariers. In den Parillas kann man Fleisch essen, bis es einem zum Hals raus hängt.

Nach zwei Tagen zogen wir weiter. Wieder im Bus und das für satte 24 Stunden. Unser Ziel: Die 13 Millionen Metropole Buenos Aires. Dieses Mal liessen wir uns nicht lumpen und buchten ein Appartement via Airbnb im hippen Stadtteil Palermo. Gleich am ersten Abend machten die Boca Juniors in einem nicht sehr gut getürkten Pokalfinale das „Dobble“ perfekt. Wir waren allerdings dermassen auf dem Hund, dass wir unsere Hintern nicht mehr zur Feier schleppen konnten. Am nächsten Tag war es noch schlimmer. Wir setzten den ganzen Tag keinen Fuss vor die Tür und waren unglaublich antriebslos. Die langen Busfahrten hatten uns doch ziemlich zugesetzt…

Erst am dritten Tag machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Diese ist sehr aufgeräumt und wirkt europäisch. Kein Wunder, wurde sie doch von Spaniern gegründet. Einen grossen Einfluss auf das Stadtbild und die Kultur hatte wohl auch die Masseneinwanderung im 19. Jahrhundert, welche von Italienern angeführt wurde. Von ihnen haben die Argentinier wohl auch ihr Faible für Misswirtschaft. Die Währung ist ein riesiges Fiasko und verliert aufgrund der anhaltenden Inflation innerhalb eines Jahres bis zu 40 % an Wert! So erstaunt es nicht, dass die „Gauchos“ ihr hart verdientes Geld in eine sichere Währung anlegen wollen. Dies führt dazu, dass es für den Dollar verschiedene Wechselkurse gibt. Für den offiziellen Kurs kriegt man für einen Dollar in etwa 10 Argentinische Pesos. Auf der Strasse kann man 15 Pesos dafür erhalten (mit ein wenig feilschen sogar mehr). Da wir dies wussten, haben wir bereits in der Schweiz Dollars gekauft und diese 10 Monate lang durch Südamerika spazieren geführt. Nun, es hat sich gelohnt. Ein Schlepper auf der Strasse hat uns in eine als Schneiderei getarnte Wechselstube geführt, wo wir die Dollars eintauschen konnten. Fortan kamen wir mit all unseren Einkäufen in den Genuss von einem satten 33 % Discount :-)

Wir schlossen uns wieder einer Free City Tour an, um einen Überblick zu bekommen. Die Porteños, so nennen sich die Einwohner von Buenos Aires, sind sehr stolz auf ihre Stadt, freundlich und ein klein wenig hochnäsig. Wir mussten uns erst mal wieder an den Dialekt gewöhnen, was am Anfang ziemlich frustrierend war. Es gibt hier Eisdielen und Cafés an jeder Ecke, die Strassen sind gesäumt von Bäumen und es gibt viele Parks. Und ja, jeder Porteño hat einen Fifi und die scheissen die ganzen Strassen voll. Dafür gibt es auf den Toiletten wieder WC-Papier und man kann dieses auch die Toilette runterspühlen! Das mag jetzt für viele blöd tönen, aber die letzten Monate sind wir nie ohne eine Rolle Toilettenpapier aus dem Haus gegangen und die Abwasserleitungen durften nicht damit gefüttert werden. Die verschiedenen Barrios (Quartiere) könnten unterschiedlicher nicht sein. Palermo ist gespickt mit Bars und tollen Restaurants. Recoleta sehr elegant mit internationalen Boutiquen, das Hafenviertel topmodern und la Boca farbenfroh und lebhaft.

Aus dem Traum, ein Fussballspiel live mitzuerleben wurde aber leider nichts. Wir pilgerten zwar zum Stadion von River Plate, bekamen aber leider keine Tickets auf dem Schwarzmarkt. Wir werden unser Glück im legendären Maracana in Rio noch einmal versuchen. Aber erst mal wollen wir nach Uruguay. Dahin ist es zum Glück nicht weit - wir kommen sogar ohne Bus klar :-) Mehr dazu dann im nächsten Blogeintrag.

Palacio del Congreso

Sucre, Bolivien - 19. bis 21. Oktober 2015


Sucre sollte man als konservativ republikanische Familie auf keinen Fall bereisen. Bereits am Flughafen wird für das Dinosaurier-Museum und die Fussabdrücke der putzigen Echsen geworben. Dürfte also schwierig sein, hier den Kreatonismus vor dem gwundrigen Nachwuchs zu verteidigen.

Da wir dank Steven Spielberg an die Existenz von T-Rex und Co. glauben, haben wir damit kein Problem. Im Gegenteil. Wir freuen uns riesig darauf, die Hauptstadt von Bolivien kennen zu lernen. Wir haben von allen Seiten nur Gutes gehört.

Wie das so ist mit hohen Erwartungen; sie bergen stets die Gefahr enttäuscht zu werden. So erging es uns leider auch mit Sucre. Wir wurden einfach nicht warm mit der Stadt. Uns war alles zu geordnet und es fehlte an Charme. Wir haben die Sehenswürdigkeiten schnell abgeklappert und waren froh, als wir nach drei Tagen weiter ziehen konnten.

Per Nachtbus ging es in 10 Stunden nach Tupiza. Dabei habe ich auf die schmerzliche Tour lernen müssen, dass man vor so einer langen Fahrt kein Chili con Carne essen sollte. Die Frodulenzen dürften schlimmer gewesen sein als ketzerische Fragen von Kreatonistenkindern über Dinos.


Hospital de Santa Barbara, Plaza de la Libertad

Cusco und das heilige Tal, Peru - 19. bis 27. August 2015

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Die vielen Eindrücke des Salkantay Treks und des Machu Picchu mussten wir erst mal setzen lassen. Wir genossen zwei wunderschöne Tage in Cusco, schlenderten durch die engen Gassen, die Hügel hinauf und hinunter, tranken Pisco und assen leckere Eintöpfe.

Wir hatten vor, noch ein paar Tage ins Valle Sagrado zu fahren und so suchten und fanden wir einen Mini Bus, der uns in knapp 2 Stunden nach Ollantaytambo brachte.

..."Ollantaytambo ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus der Inka-Zeit. Die Gebäude und Inka-Terrassen sowie die engen Gassen der Stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Die geraden und engen Strassen bilden 15 quadratische Blocks (canchas), die je einen Eingang zum zentralen Innenhof besitzen, der von Häusern umgeben ist. Einige vornehme Häuser bestehen aus perfekt gearbeiteten Inka-Mauern aus dunkelrosa Stein."... (Quelle: Wikipedia, 26.8.2015)

Da das angedachte Hostel keine verfügbaren Zimmer mehr hatte, wichen wir wieder mal auf Air BnB aus. Eine sehr gute Wahl, wie sich herausstellte! Wir wurden bereits von Florence erwartet, die gleich super Tipps in Sachen Restaurants und Ausflüge bereit hatte. Nach dem Mittagessen entschlossen wir uns, die kostenfreie und touristisch wenig frequentierte Inkastätte Pinkuylluna zu besuchen. Hoch oben am Berg haben die Inkas hier ihre Speicher gebaut - von da oben hat man einen tollen Blick ins heilige Tal, auf das kleine Städtchen und die gegenüber liegende Inka-Festung. Am Abend wurden wir von den Besitzern spontan zum Essen eingeladen: es gab Lomo saltado und frisches Brot aus dem Holzofen.

Nach einem Frühstück der Extraklasse wanderten wir am nächsten Tag nach Pumamarca. Der Inka-Trail führte uns durch das malerische Patacancha Tal, vorbei an alten Terrassen und ursprünglichen Dörfchen. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Inka-Ruinen von Pumamarca. Wir waren die einzigen Besucher und die absolute Stille an diesem Ort war atemberaubend und irgendwie magisch. Zurück in Ollantaytambo spazierten wir durch den Ort zur alten Inka-Brücke und an den Gleisen entlang zum Bahnhof. Hier kommen nämlich alle Besucher an, die mit dem Zug von/nach Machu Picchu wollen (wie auch wir vor einigen Tagen).

Später gingen wir im besten und teuersten Lokal des Örtchens essen: ich hatte superzartes Lamm und Sevi einen Alpaka-Burger. Hmm... lecker. Die Freude dauerte dann leider nicht lange an. Sevi musste zwei Stunden später gleich zweimal hintereinander mächtig die Türen schletzen. Bei mir dauerte es etwas länger. Ich musste erst ab morgens um 4 Uhr raus - das dann allerdings alle 30 Minuten.... Nachdem die uns offenbar im dämlichen Schicki-Micki-Schuppen vergiften wollten, lag ich für 24 Stunden flach. Florence hat mir frischen Muña-Tee zubereitet, mich mit Kohletabletten versorgt und eine leichte Hühnersuppe gekocht. Bei Sevi war der Spuk schneller vorbei: er konnte abends mit den anderen schon wieder Pisco trinken und hatte gut einen sitzen.

Tags darauf fühlte ich mich wieder etwas besser und wir konnten die Rückfahrt nach Cusco antreten. Wir organisierten einen Taxifahrer und so konnten wir uns auf dem Weg in aller Ruhe Moray und die Salineras anschauen.

Leider waren die darauf folgenden 24 Stunden dann der Horror. Ich hatte einen Rückfall und war nicht im geringsten transportfähig - wir wollten per Nachtbus nach Copacabana, Bolivien. Sevi beschäftigte sich damit, mir Tee zu kochen und die bereits gebuchte Busfahrt und das Hostel zu verschieben.... höhere Gewalt halt. So blieben wir unfreiwillig noch etwas länger in Cusco, bevor wir dann endlich die Reise nach Bolivien antreten konnten.

Plaza de Armas von Cusco

Arequipa, Peru - 29. Juli bis 10. August 2015

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Arequipa ist die wichtigste Stadt im Süden von Peru. Direkt vor der Haustür liegen spektakuläre, noch aktive Vulkane sowie die beiden Schluchten Cotahuasi und Colca, die mit ihren bis zu 3'000 Metern Höhenunterschied zu den tiefsten der Welt zählen.

Auch die Stadt selber hat einiges zu bieten. Am ersten Tag haben wir uns einer City-Tour angeschlossen, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Leider waren die Informationen und die besuchten Orte eher enttäuschend. Als wir dann auch noch die klassischen Touri-Fallen ansteuerten, haben wir uns auf "französisch" verabschiedet.

Die Stadt mit ihren zahlreichen Plätzen und Gässchen haben wir dann auf eigene Faust erkundschaftet. Wirklich schön ist die Plaza de Armas mit den tollen Kolonialbauten und der Kathedrale. Sie gilt als einzigartig, weil sie die ganze Seite der Plaza einnimmt. Noch beeindruckender ist das Kloster Santa Catalina, eines der wichtigsten Bauwerke der Kolonialzeit. Nach ein paar Tagen zog es uns aber wieder raus in die Natur. Weil die Peruaner gerade ihren Nationaltag feierten, war die Stadt voller Touristen (viele davon aus Lima) und die Touren zum Colca Cañon waren total überbucht. Wir entschlossen uns deshalb, den schwerer zugänglichen Cotahuasi Cañon zu bewandern und so dem Touristenstrom auszuweichen. Dafür buchten wir eine Tour mit Übernachtungen in einfachen Hostels und Guide. Am Vortag mussten wir noch einiges erledigen. So galt es, das Hostel zu wechseln, zu packen und unser 10-jähriges Zusammensein adäquat zu feiern. Wir liessen uns nicht lumpen und dinierten im schicksten Restaurant der Stadt.

Cotahuasi Cañon
Am frühen Morgen wurden wir dann mit einer halben Stunde Verspätung im neuen Hostel abgeholt und in eine Agentur geschleppt. Dort wurde uns eröffnet, dass es im Ort unserer dritten Übernachtung gar kein Hostel gäbe und wir zelten müssten. Auch der Guide, den wir bereits persönlich kennen gelernt hatten, wurde kurzerhand ausgewechselt. Zudem hatten die beiden anderen Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, so dass wir wieder einmal in den Genuss einer Privat-Tour kamen. Nachdem wir den Ärger über all diese Änderungen verdaut hatten, packten wir Zelt, Schlafsäcke und Isomatten auf unsere Rucksäcke und fuhren mit dem öffentlichen Bus bis nach Corire. Dort wanderten wir den Berg hoch zum Toro Muerto, wo wir einige der ca. 3'000 vulkanischen Steine mit Petroglyphen der Huari-Kultur (500 bis 1000 n.Chr.) bestaunen konnten. Weiter ging es per Taxi nach Toran, um uns T-Rex Fuss-Spuren anzuschauen. Nach dem Mittagessen in Aplao warteten wir auf dem Dorfplatz vier Stunden auf den Bus, der uns in weiteren 7 Stunden nach Coahuasi bringen sollte. Meine beiläufige Frage, welcher Depp denn eigentlich eine solche Tour zusammenstellen würde, beantwortete Rapha mit der berechtigen Gegenfrage, welcher Depp den eigentlich eine solche Tour buchen und sogar auch noch dafür bezahlen würde... Eine zufriedenstellende Antwort auf diese Fragen gab uns auch die Weiterfahrt nicht. Diese war aufgrund einer fehlenden Asphaltstrasse so holprig, dass es uns beinahe aus den Sitzen schüttelte. An Schlaf war also nicht zu denken und wir waren froh, als wir um 03.00 Uhr unser Ziel erreichten. Wir suchten uns ein Hotel (das klappte bereits beim dritten Anlauf!) und legten uns für 1 Stunde und 43 Minuten aufs Ohr. Denn um 05.00 Uhr mussten wir bereits wieder den Bus nach Pampamarca erwischen. Völlig übermüdet fuhren wir im völlig überfüllten Kleinbus auf einer völlig unbefestigten Strasse weitere drei Stunden den Berg hoch. Wir bezogen unsere Unterkunft und wanderten nach dem Frühstück zu einem phantastischen Steingarten mit traumhafter Aussicht. Die 1'000 Höhenmeter hoch und wieder runter hatten es in sich. Am Nachmittag besichtigten wir noch einen Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick in den Cañon. Danach waren die Batterien endgültig leer und wir gingen früh schlafen. Am nächsten Tag wanderten wir hoch über Cotahuasi der Bergflanke entlang Richtung Huarhua. Dabei konnten wir den ganzen Tag die wirklich atemberaubende Aussicht auf eine durch Canyons zerfurchte Landschaft geniessen. Huarhua ist eine Geisterstadt und die wenigen Personen, denen wir begegneten, machten nicht gerade den freundlichsten Eindruck. Nachdem wir die nahe Salzmine besichtigt hatten, stellten wir unser Zelt auf dem Dorfplatz vor der Kirche auf. Die Nacht war zwar weniger kalt als erwartet, aber dennoch eher ungemütlich zu Dritt im viel zu kleinen Zelt. Wir räumten unser Lager bereits um 4 Uhr morgens und wanderten noch im Dunkeln den Berg hinunter. Im Tal besichtigen wir den Sipia Wasserfall, bevor es per Kleinbus zurück nach Cotahuasi ging. Das Nachmittagsprogramm mit dem Bad in den heissen Quellen mussten wir aus Zeitgründen leider streichen. So fuhren wir um fünf mit dem holprigen Bus zurück nach Arequipa. Die Fahrt wurde uns zusätzlich "versüsst", weil wir direkt neben der Toilette sitzen durften. Statistisch gesehen dürfte höchstens 10 % vom entleerten Blaseninhalt ihr angedachtes Ziel erreicht haben. Ein feiner Duft, der uns da während der 10-stündigen Retourfahrt in die Nase gestiegen ist. Um drei Uhr nachts sind wir wieder in unserem Hostel in Arequipa angekommen und nach der sehnlichst erwarteten Dusche in einen komatösen Schlaf gefallen. Ob sich die Strapazen gelohnt haben? Oh ja!!! Zu 100 %. Aber ich gebe zu, dass ich vor 20 Jahren in der Rekrutenschule für so einen Tagesbefehl eine Meuterei angezettelt hätte.

Colca Cañon
Wir erholten uns anschliessend zwei Tage in Arequipa. Dann machten wir uns in einer geführten Gruppe auf zum Colca Cañon. Dieses Mal wurden wir bereits nachts um 3 Uhr abgeholt. Nach einem kurzen Stopp bei einem Aussichtspunkt, wo wir mit rund 500 anderen Schaulustigen Kondore beobachten konnten, starteten wir unseren Treck in Cabanaconde. Unser Guide war ein wenig panisch. Er hatte in den letzten Wochen wohl genügend Probleme mit laufscheuer Kundschaft aus Lima. Deshalb warf er uns im Minutentakt neue Horrorszenarien an den Kopf, um die Wackelkandidaten vor dem Einstieg in die Schlucht zur Umkehr zu bewegen (extremer Ab- bzw. Anstieg, Brüche, kaputte Knie, Steinschlag, Erdbeben undsoweiterundsofort). Es liess sich aber niemand rausekeln und so wanderten wir die Schlucht runter zum Colca River, wo wir in einfachen Hütten übernachteten. Tags darauf ging es gemächlich weiter zur Oase Sangalle. Ein sehr idyllischer Ort. Wir konnten dort am Pool chillen und uns in den Hängematten erholen. Besonders schön war es, in der Nacht den sensationellen Sternenhimmel zu betrachten. Wir haben die Milchstrasse und Sternschnuppen noch nie so klar gesehen. Am letzten Tag mussten wir wieder früh los laufen: Abmarsch nullfünflochloch. Aber das kratzte die Latinos in unserer Gruppe natürlich nicht die Bohne. Die Schweizer waren die einzigen, die pünktlich stramm standen. Wir sind dann ohne die anderen los und noch vor dem Frühstück die tausend Höhenmeter aus der Schlucht rausgekraxelt. Das war ein wenig wie bei Walking Dead mit diesen vielen schlaftrunkenen und röchelnden Wanderern. Der Ausflug war sehr schön und wir hatten eine tolle Gruppe. Nach den Tagen in der Abgeschiedenheit des Cotahuasi Cañon störten uns auch die vielen Touristen im Colca nicht besonders.

Nach einer weiteren Übernachtung in Arequipa sind wir mit dem Nachtbus nach Cusco weitergefahren.

Plaza de Armas Arequipa

Ecuador Rundreise - 15. April bis 1. Mai 2015

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Dorit und Jürgen lernten wir letztes Jahr in Kuba kennen. Wir haben uns super verstanden und die beiden haben sich spontan entschlossen, uns auf einer Etappe unserer grossen Reise zu begleiten. Schnell einigten wir uns auf Ecuador. Im Dezember machten wir dann Nägel mit Köpfen und buchten gemeinsam eine Rundreise bei World Insight.

Trotz der Vorfreude auf die beiden traten wir den Flug von Medellín via Bogota nach Quito mit gemischten Gefühlen an. Wir fühlten uns ein wenig ums Paradies (Kolumbien!) betrogen und wussten noch nicht so recht, wie wir auf die neuen Begebenheiten wie Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung, das Reisetempo und die Gruppe reagieren würden.

Am ersten Reisetag haben wir bei einem Stadtrundgang durch Quito die anderen Teilnehmer kennengelernt: Unsere Familie für die folgenden drei Wochen bestand aus 13 Personen plus Guide und Fahrer. Als Erster aus der Masse heraus gestochen ist Nobby. Ein Eintracht-Fan mit filigranen Füssen. Ansonsten war die Stimmung noch etwas zurückhaltend. Wir haben die historische Altstadt mit der Kathedrale, dem Plaza de la Independencia und den Kirchen San Fransisco und La Compañia angeschaut. Dabei fiel das Atmen auf 2'800 Meter Höhe schon ziemlich schwer. Am nächsten Tag ging es per Seilbahn auf den Hausberg Pichincha auf über 4'000 Meter über Meer. Auf dieser Höhe kamen dann zu den Atemschwierigkeiten auch noch Kopfschmerzen dazu. Gelohnt hat es sich wegen der Wahnsinns-Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Vulkane aber auf jeden Fall.

Am vierten Tag fuhren wir nach Otavalo zum Indianermarkt. Unterwegs stoppten wir beim Äquatordenkmal bei Cayambe, wo unser Guide David viel Interessantes über die Bedeutung und die Vermessung des Äquators durch die Inkas zu erzählen wusste. Der Samstagsmarkt in Otavalo ist riesig, voller Farben und Gerüche und herrlich anzuschauen. Auf dem Weg nach Ibarra besuchten wir auch noch eine Weberei in Peguche. Die Unterkunft in Ibarra war ein krasses Gegenstück zu unserem gewohnten Backpacker-Dasein. Die Hacienda Chorlaví verfügte neben einem Wellness-Bereich und einem schicken Restaurant auch über einen Billardtisch. Eine gute Fügung, denn Billard und Bier waren der perfekte Rahmen, um die Gruppenmitglieder baesser kennen zu lernen. Anke und Mike haben sich als echte Billard-Cracks entpuppt. Und auch mit Jochen und Beate war das Eis dann schnell gebrochen. Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Wanderung entlang des Kraterrandes der Laguna Cuicocha. Auf 3'000 Meter waren wir auch hier wieder recht schnell ausser Atem. Leider sind wir auf halbem Weg in ein heftiges Gewitter gekommen und mussten umkehren.

Weiter ging es nach Papallacta und da gleich auf eine kleine Wanderung an einem herrlichen Flüsschen entlang. Im Hotel hatten wir das Thermalbad direkt vor unseren Zimmern. Herrlich! Leider war nicht viel Zeit, um es richtig auszukosten. Am nächsten Tag haben wir das Hochland nämlich bereits wieder verlassen und sind in das Amazonas-Tiefland nach Misahuallí zu unserer Lodge am Napo-Fluss gefahren. Wir haben dort unter anderem eine wunderschöne Flussfahrt auf dem Napo gemacht und den ökologischen Zoo „Amazoonico” besucht. Die Philosophie dieser Institution ist ein wenig fragwürdig. Am Eingang stand ein kleiner Käfig mit einem Menschen drin. Uns wurde erläutert, dass es sich bei demselben um einen Volunteer handelt. Alle Mitarbeiter müssen regelmässig einen Tag in diesem Käfig verbringen, damit sie verstehen lernen, wie man sich als eingesperrtes Tier fühlt... Wenn die wirklich Tiere wieder auswildern wollen, sollten sie meines Erachtens lieber üben, wie man Käfige eliminiert. Der "Erfolg" spiegelt sich dann auch in der Auswilderungsqoute von 30 % wider. Den Menschen im Käfig haben sie übrigens erfolgreich wieder "ausgewildert". Während wir die (grösstenteils gestörten) Tiere im Zoo angeschaut haben, ist der nämlich aus dem Käfig gehechtet, als eine Kreuzotter aus dem Gebüsch direkt auf ihn zugesteuert ist. Zum Glück sass unser Guide noch dort und konnte das Arschlochtier mit einem Stock verscheuchen. Nicht auszudenken, was sonst passiert wäre. Gegen diese Viecher gibt es nämlich kein Gegengift. Unser Guide meinte nur lapidar, dass man das gebissene Körperteil halt hätte amputieren müssen.

Vom Dschungel ging es dann durch eine spektakuläre Landschaft weiter in Richtung Baños. Unterwegs stoppten wir beim Wasserfall Pailón del Diablo. Ein echtes Highlight von einem Mordswasserfall. Über schwindelerregende Hängebrücken und ein paar Stufen konnten wir direkt unter die Wassermassen absteigen und die Naturgewalt aus einem ungewohnten Winkel erleben. 

Am nächsten Tag wollten wir in Baños Reiten gehen. Rapha musste leider aussetzen, weil sie es seit der Ankunft in Quito mit dem Magen hatte. (Die Hälfte der Gruppe hat es im Amazonas übrigens auch mit Magen-Darm erwischt). Die Reittour wurde dann zur Tortur. Mein Gaul war voll der Asi. Es war schon fast fahrlässig, einem Anfänger so ein dämliches Pferd zu geben. Sogar der Guide (sein Name war Antonio Banderas...) hatte Mühe, dieses blöde Tier im Zaum zu halten. Und Gisela wurde von ihrem Pferd sogar gebissen....

Tags darauf fuhren wir weiter zum Chimborazo-Vulkan, wo wir eine Wanderung von rund 4'800 auf 5'050 m gemacht haben. Die Höhe war vor allem für Rapha heftig, lag sie doch am Vortag noch im Bett. Aber oben ankommen, waren die Strapazen gleich wieder vergessen.

Am 12. Tag stand die Fahrt mit der Riobamba-Andenbahn zur Teufelsnase auf dem Programm. Eine spektakuläre Fahrt, die es aber nicht ganz mit der Räthischen Bahn aufnehmen kann ;-) Vor der Zugfahrt hatten wir noch etwas Zeit, übe den Markt von Alausí zu schlendern. Der war ziemlich chaotisch, aber sehr farbenfroh und schön. Am späteren Nachmittag kamen wir dann in Ingapirca an, wo wir bei Regen und Wind die Inka-Ruinen besichtigten und uns dann im nahen Hotel aufzuwärmen versuchten. Gut, hat David Wärmeflaschen für uns besorgt! 

Und weiter ging's nach Cuenca. Eine schöne, koloniale Stadt mit Blumenmarkt, Kathedrale und quirliger Markthalle. Rapha hatte trotz einer Antibiotika-Kur immer noch den Toutsuiter. Das hat uns aber nicht daran gehindert, Meerschweinchen ("cuy") zu essen. Fazit: Die Viecher sind zu rein gar nichts zu gebrauchen. Wir haben uns dann aber doch entschlossen, die Sache mit der Verdauung untersuchen zu lassen. David hat uns dabei super unterstützt. Er hat uns zum Labor begleitet und die Ergebnisse direkt an seinen Onkel, der Arzt ist, weitergeleitet. Der Befund war eindeutig: Wir hatten Amöben aufgelesen. Das heisst, wir wurden von den beiden überflüssigsten Lebewesen auf diesem Planeten (Meerschweinchen und Amöben) bewohnt! Wir haben uns sofort mit den nötigen Medikamenten eingedeckt und die Parasiten gekillt. Am nächsten Tag war Rapha bereits wie ausgewechselt und dem Ausflug in den El Cajas-Nationalpark stand nichts mehr im Weg. Leider hat es auf der Wanderung mal wieder heftig geregnet und das letzte Stück war mehr Schlammschlacht als Fussmarsch. 

Vilcabamba, die letzte Station auf dem Festland, konnten wir bei bestem Wetter so richtig geniessen. Wir logierten in der Hostería Izhcayluma und machten eine wunderschöne Wanderung. Die Umgebung und die Anlage haben uns so gut gefallen, dass wir uns gut vorstellen können, später hier noch einmal vorbei zu kommen. Liegt ja auf dem Weg nach Peru.

Zuerst wollten wir aber noch auf die Galápagos Inseln. Eine lange Busfahrt führte uns von Vilcabama nach Guayaquil. Dort hiess es, von David und Wilson Abschied zu nehmen. Die beiden sind uns in den letzten Wochen richtig ans Herz gewachsen. David war nicht nur unglaublich kompetent, sondern auch ein herzensguter Mensch mit viel Humor. Und Wilson ist der aufmerksamste und beste Fahrer ever! Vielen Dank für alles!

Quito

Cartagena, Kolumbien - 27. Februar bis 18. März 2015

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„Cartagena de Indias ist die unangefochtene Königin der Karibikküste. Die Märchenstadt der Romantik und der Legenden präsentiert sich innerhalb der 13 km langen Stadtmauer aus Kolonialzeiten als makellos erhaltene Schönheit – hier zieht man ungern weiter, denn diese Stadt schlägt ihre Besucher in Bann und lässt sie einfach nicht mehr los.“

Nicht nur wegen dieser Lobeshymne im Lonely Planet freuten wir uns auf diesen Ort. Die Ankunft war aber brutal. Eine Mords-Hitze hier! Per Taxi sind wir zu Isabel gefahren, bei der wir über AirBnB für die nächsten drei Wochen ein Zimmer gebucht haben. Sie ist Kolumbianerin und wohnt mit ihrer 12-jährigen Tochter Lisa vor den Toren der Stadt. Sie nahm uns freundlich in Empfang und überraschte uns mit vier Katzen-Babies, die bei ihrer Tochter im Schrank wohnten. Die waren praktisch, um sich den Schweiss von der Stirn zu wischen. Wir haben uns von Isabel die Stadt erklären lassen und sind gleich los gezogen, um uns für die nächsten Wochen eine Spanisch-Schule zu suchen. Wir haben zwei Schulen angeschaut und uns dann für Babel entschieden. Die Schule ist zu Fuss in 10 Minuten zu erreichen und der Preis war unschlagbar. Wir hätten ein Vielfaches bezahlt, wenn wir aus der Schweiz gebucht hätten. Wir haben dort noch einen Einstufungstest gemacht und sind anschliessend durch die Strassen der Barrios Getsemani und Centro geschlendert. In der Tat sehr schöne Kolonialbauten hier!

Das Wochenende haben wir weiter mit Sightseeing und Party bewältigt. Louisa, eine Mitbewohnerin, hat uns in den Bazurta Social Club mitgenommen. Ein Tanzschuppen voller Einheimischer. Am Montag ging‘s dann in die Schule. Dummerweise waren Rapha und ich in die gleiche Klasse eingeteilt. Dumm, weil wir eigentlich mal wieder jeder für sich etwas erleben wollten. In der Klasse waren auch noch Meli aus Frauenfeld und Alex aus Kopenhagen. Unser Lehrer hiess Eufarit und verwirrte uns gleich einmal mit grammatikalischen Zeiten. Nach einer Stunde wollte ich mich zurück stufen lassen. Eufarit hat dann aber gemerkt, dass wir alle keinen Plan hatten. Er hat dann das Tempo raus genommen und am richtigen Ort angesetzt. Eufarit war ein sehr guter Lehrer. Er hat meine Frauenwitze super gefunden. Allerdings habe ich es dann mit dem Michael Jackson Witz mit den Berner Young Boys wieder verbockt. Konnte ja nicht wissen, dass er Fan ist (also von Michael nicht vom BSC).

Dank der Schule hatten wir das erste Mal seit langem wieder einen geregelten Tagesablauf. Morgens ging’s zur Schule und am Nachmittag meist zum Strand. Meli hat sich uns angeschlossen und mein Harem wurde langsam grösser. Wobei das, was am Mittwoch passiert ist, nichts mehr mit Alltag zu tun hatte. Ich bin nichtsahnend durch die Strassen gelaufen, als ich plötzlich in Justin reingelaufen bin. Justin hat mit mir vor zwei Jahren in Bocas del Torro eine Spanischschule besucht. Seither hatten wir keinen Kontakt mehr. Schon komisch, wie das Leben manchmal so spielt und wie klein die Welt doch ist. Wir haben am Abend ein paar Biere auf die guten alten Zeiten zusammen gekippt. Am nächsten Tag musste Justin leider schon weiter.

Erwähnenswert ist noch der letzte Schultag der Woche. Einmal die Woche organisiert die Schule jeweils einen Tag ausserhalb des Schulhauses. Dieses Mal sind wir zu einer Uni in der Stadt gegangen, wo Kinder aus armen Verhältnissen in Spanisch, Englisch und Französisch unterrichtet werden. Die Kinder hatten gerade Pause und wir wurden aufgefordert, uns dazu zu setzen und mit ihnen zu sprechen. Das war einerseits für beide eine gute Sprachübung und andererseits natürlich sehr spannend, weil wir so mehr über ihren Alltag erfahren konnten. Das Eis habe ich gekonnt gebrochen, indem ich mich als Fussballfan geoutet und den Kids erklärt habe, dass Juan Zúñiga der beste Fussballer der Welt sei und sein Zweikampf mit Gaymar nie und nimmer ein Foul war.

Am Weekend sind wir dann zur Playa Blanca ausserhalb der Stadt gefahren, wo wir zum ersten Mal in Hängematten übernachtet haben. Der Strand war super schön aber total überlaufen. Die Menschenmassen sind dann zum Glück gegen Abend wieder abgezogen und dann war es richtig gemütlich. Die Nacht in der Hängematte war erstaunlich komfortabel. Eine wichtige Erkenntnis in Anbetracht dessen, was noch folgen sollte.

Am Montag wurden wir in der Schule informiert, dass wir eine neue Lehrerin bekommen und nur noch zu zweit wären. Alex war nicht mehr da und Meli hat sich zurück stufen lassen. Jetzt hatten wir also Privatunterricht und noch weniger Distanz zueinander. Bivi, unsere neue Lehrerin, ist eine super Frau und voll auf unserer Wellenlänge. Sie hat Journalismus studiert und konnte dann ihren Beruf nicht mehr ausüben. In ihrer Masterarbeit hat sie das Thema Menschenrechte in Kolumbien abgehandelt und wurde anschliessend massiv bedroht. Das hat uns dann schon zu denken gegeben.

Der zweite Outdoor-Schultag am Freitag wurde dann am Strand von Punta Arena abgehalten. Der Transport dorthin war ein organisatorisches Meisterwerk à la Colombiana. Unter anderem wurde auch noch ein Lehrer von einem Taxi angefahren (aber nicht so schlimm). Der Strandschultag war für uns super, weil wir endlich mal die anderen Leute der Schule kennen lernen konnten. Wir haben und mit Ramona und Mara (natürlich Schweizerinnen) auf Anhieb super verstanden und mein Harem ist noch grösser geworden.

Nach zwei Wochen haben wir die Schule abgebrochen und noch ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut. Unter anderem das Castillo de San Felipe de Barajas, die grösste und standhafteste Festung, die die Spanier je in ihren Kolonien errichtet hatten und das Convento de lo Popa (Kloster), mit herrlichem Blick über die Stadt. Den spannenden Abschlussausflug haben wir mit Ramona und Mara zusammen zum Fuerte de San Fernando gemacht. Spannend, weil wir hier nach Strich und Faden von einem Schlepper verarscht worden sind. Wir sind mit dem Boot schon beim Fuerte draussen gewesen, als uns klar gemacht wurde, dass wir nur eine Hinfahrt bezahlt hätten. Wir mussten sehr laut werden, um ohne Aufpreis wieder zurück zu kommen. Das war die einzige ungemütliche Situation, weil wir die einzigen Turis waren und nicht wussten, ob wir jetzt richtig ausgenommen werden. Ansonsten haben wir die Kolumbianer als sehr freundliche, fröhliche  und hilfsbereite Menschen kennen gelernt.

Am letzten Tag haben wir auch noch Lisa kurz getroffen. Eine andere Freundin aus Panama von vor zwei Jahren. Dieses Mal allerdings hab‘ ich über Facebook erfahren, dass sie in Kolumbien ist und wir haben uns verabredet. Aber trotzdem spannend, wie sich die Wege wieder kreuzen…

Den am Anfang zitierten Text aus dem Reiseführer können wir nur bedingt unterschreiben. Cartagena hat eine wunderschöne Altstadt und ein legendäres Nachtleben. Wir hatten eine tolle Unterkunft, wo wir die Küche nutzen und Mangos direkt vom Baum pflücken konnten. Wir haben viele tolle Bekanntschaften gemacht. Cartagena ist aber auch eine sehr laute Stadt. Wir hatten vor unserem Zimmer eine Strasse mit 24-Stunden Hupkonzert. Auch hat Cartagena zwei Gesichter. In Bocagrande stehen moderne Wolkenkratzer neben Bauruinen und weiter ausserhalb reihen sich die Armenviertel auf. Und es war verdammt heiss. Daran haben wir uns auch in drei Wochen nicht gewöhnen können. Zudem ist Cartagena halt sehr touristisch und deshalb der teuerste Ort in Kolumbien. Wir haben darum beschlossen, bereits etwas früher weiter zu ziehen. Von anderen Reisenden haben wir von Minca gehört. Ein Ort in den Bergen der Sierra Nevada wo es etwas kühler sein soll. Dort wollen wir jetzt hin.

Hafenbecken