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Tongariro NP & Wellington, Neuseeland - 21. bis 25. Februar 2016

(Video)

Mit ein paar Tagen Verspätung starteten wir endlich mit unserer ersten mehrtägigen Hüttenwanderung. Ein Bus brachte uns zum Ausgangspunkt des Trecks. Wir wussten, dass wir uns den Weg während den ersten 5 Stunden mit den «Tagestouristen» vom Tongariro Crossing teilen mussten. Diese kürzere Tageswanderung gehört zu einer der Top-Aktivitäten in ganz Neuseeland. Trotzdem hatten wir nicht mit einer solchen Menschenmasse gerechnet. Die ersten Stunden hatten mit Wandern relativ wenig zu tun und wir reihten uns widerwillig in die Lemming-Kolonne ein. Der Aufstieg gleich zu Beginn war ziemlich knackig und machte uns mehr zu schaffen, als wir gedacht hatten. Mit relativ viel Gepäck beladen ist es ziemlich mühsam, wenn man nicht sein eigenes Tempo gehen kann. Zudem kamen unsere neuen Wanderschuhe erstmals zum Einsatz und wir hatten beide mit diversen Druckstellen an den Füssen zu kämpfen. Die Aussicht oben entschädigte uns aber für alles. Es hat sich definitiv gelohnt, die Wanderung zu verschieben und auf besseres Wetter zu hoffen. Bei Top-Bedingungen und klarer Sicht genossen wir den Blick ins Tal und auf die umliegenden Vulkane. Nach einem kurzen Zwipf auf dem Mount Tongariro begann auch schon wieder der Abstieg vorbei an wunderschönen, türkisfarbenen Lagunen. Dabei ist Rapha unglücklich auf dem Lawa-Geröll ausgerutscht und hat sich beim Sturz die Hand aufgeschnitten. Auch das Display der Kamera ging dabei in die Brüche. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Nachdem sich unser Weg von den Tages-Ausflüglern endlich getrennt hatte, machten wir eine Mittagspause an einem kleinen See. Endlich kehrte Ruhe ein! Wir wanderten noch rund 2 Stunden durch ein wunderschönes Tal und kamen gegen fünf Uhr in der Oturere Hut, unserer ersten Hütte, an. Die Unterkunft war sehr spartanisch eingerichtet und wir bezogen ein Bett direkt in der Küche/Aufenthaltsraum. Das Tolle an so einer Hütte ohne Rückzugsraum ist, dass alles sehr familiär zu- und hergeht. Dazu trug auch der Hüttenwart Bruce massgeblich bei. Nach einer kurzen Instruktion musste sich jeder kurz selber vorstellen und so war das Eis bereits gebrochen. Da es hier keine Duschen gibt, liefen wir zu einem Wasserfall, um uns dort im kristallklaren und saukalten Wasser frisch zu machen. Nach einem feinen «Z’Nacht» (Spaghetti an Pesto) genossen wir zum Tagesabschluss den Sonnenuntergang und legten uns bereits um neun Uhr schlafen.

Nach einer sehr kalten Nacht begann unser Tag mit einem tollen Sonnenaufgang. Danach liessen wir es extrem gemütlich angehen. Heute stand nur eine leichte, dreistündige Wanderung auf dem Programm. Es blieb mehr als genug Zeit für einen Schwatz mit dem Ranger und anderen Wanderern und für ein kräftigendes Frühstück. Die Wanderung war erneut spektakulär und die Landschaft veränderte sich laufend. Bereits am frühen Mittag sind wir bei der Waihohonu Hut, unserer zweiten Unterkunft, angekommen. Diese Hütte mutete eher wie eine Berg-Lodge an und bietete grosszügige Aufenthaltsbereiche und einen wunderschönen Blick durch die riesigen Fenster auf die Berge. Wir hatten erneut nette Gespräche mit den anderen Wanderern und gönnten uns eines dieser ultraleichten und ultraschnell gekochten Gerichte zum Abendessen. Es schmeckte überraschend gut und übertraf unsere Erwartungen bei Weitem. Jemand klärte uns dann freundlicherweise noch auf, dass es sich bei dem Vulkan, den wir seit zwei Tagen umrundeten, um denjenigen handelt, indem Frodo den Ring entsorgen musste. Somit haben wir, ohne es zu wissen, die erste «Lord of the Rings»-Attraktion abgehackt. Bei den vielen Gesprächen realisierten wir wieder einmal, wie privilegiert wir sind, soviel Zeit zur Verfügung zu haben. Die meisten anderen Gäste spulten die Strecke in zwei Tagen ab und spurteten regelrecht von Hütte zu Hütte. Zeit ist eben nicht nur Geld!

Am nächsten Tag sollte das Wetter mit lokalen Niederschlägen etwas schlechter werden. Als wir starteten, begann es zu nieseln und kurze Zeit später war von den Bergen nichts mehr zu sehen. Es schüttete wie aus Kübeln. Der Wind sorgte dafür, dass wir den Regen immer frontal ins Gesicht abbekamen, ganz egal in welche Richtung wir marschierten. Nach fünf Stunden kamen wir endlich in Whakapapa Village an. Wir waren trotz guter Ausrüstung nass bis auf die Knochen und freuten uns auf die heisse Dusche auf dem Campingplatz und auf unser trockenes Schneckenhaus.

Nach einer warmen und erholsamen Nacht besuchten wir am Vormittag mit Mordor und dem Tawhai Wasserfall noch zwei andere Lord-of-the-Rings-Drehorte in unmittelbarer Nähe. Danach steuerten wir direkt nach Wellington. Unterwegs machten wir bei einem Tank-Stopp auch gleich den Öl-Check und wunderten uns nicht schlecht, wie durstig unsere Furia Roja war. Wir mussten einen ganzen Liter Öl nachschütten. Zudem musste der Kuh-Dung endlich vom Unterboden weggewaschen werden. So schickten wir Furia auch noch in die Waschstrasse. Wir haben uns beide fürchterlich erschrocken, als beim Einseifprogramm der am Heck angebrachte Rückspiegel in die Brüche ging. Aber auf den können wir zum Glück guten Gewissens verzichten.

In Wellington haben wir wieder einmal ein AirBnB gebucht. Unser Gastgeber heisst Greig und hatte ein Doppelzimmer zu unschlagbaren 30 NZD mitten in der Stadt ausgeschrieben. Greig begrüsste uns mit einem Bier. Er war total verschwitzt, weil er so kurz vor dem eintrudeln der Gäste noch alle Zimmer auf Vordermann bringen musste. Er betreibt sein AirBnB erst seit einer Woche, hat aber schon 30 Gäste beherbergt! Unglaublich. Mit seiner chaotischen und verpeilten Art wirkte er ein wenig überfordert aber absolut liebenswürdig. Die Wohnung ist übrigens eine echte Bruchbude inmitten einer Bonzen-Gegend (laut Greig «the most shitty house of the whole street»). Wir fühlten uns trotzdem wohl. Wenig später trafen mit Esther und Marc auch noch zwei bekannte Gesichter vom Tongariro Treck im selben Haus ein. Kleine Backpacker-Welt! Wir beschlossen, wieder einmal auszugehen und fanden auf Greigs Empfehlung hin einen netten Italiener im Stadtzentrum. Dabei hat Rapha versehentlich zum Apéro eine ganze Flasche Rotwein bestellt. So wurde der Abend a) teurer und b) kürzer als erwartet.

Am zweiten Tag machten wir einen Stadtbummel ins Zentrum und entlang der Cuba Street. Wir kauften uns eine neue, kleine Fotokamera als Ersatz für die zerbrochene, genossen in einem Englischen Pub je 500g Steak und schauten uns Dead Pool in einem wahnsinnig schönen Kino an. Wellington mit den vielen tollen Bars und schönen Restaurants hat uns unglaublich gut gefallen und wir haben uns vorgenommen, auf der Rückfahrt ein paar Tage länger zu bleiben.

Für den Moment hiess es aber, Abschied zu nehmen von der Stadt und damit auch von der Nordinsel. Am frühen Morgen setzten wir mit der Fähre auf die Südinsel über.


Frodo's Kletterparadies

San Pedro de Atacama, Chile - 27. bis 31. Oktober 2015

(Video)

Die vielen Eindrücke, die wir aus Bolivien mitgebracht hatten, mussten wir erst mal sacken lassen. Unsere Unterkunft in der Casa Ancestral war wie geschaffen dafür und wir machten es uns erst mal gemütlich. 

Nach einem geruhsamen Mittagsschläfchen machten wir uns auf, die kleine Ortschaft San Pedro de Atacama zu erkunden. Das Örtchen liegt am nördlichen Rand der Salar de Atacama. Die Atacamawüste ist eine der trockensten Landschaften der Erde. In einigen Orten wurde jahrzehnteland kein Regen registriert. Die Oase San Pedro ist ein beliebtes Ziel für jährlich über 50'000 Touristen. Und so kommt es auch daher: schicke Restaurants und teure Boutiquen stehen im krassen Gegensatz zu allem, was wir in den vergangenen Wochen in Bolivien vorgefunden hatten. Ein ziemlicher Kulturschock für uns. Aber wir genossen das leckere Essen, die warmen Temperaturen und die vielen Eisdielen.

Wir hatten 4 volle Tage in San Pedro eingeplant und wollten etwas von der imposanten Natur in der Umgebung sehen. So machten wir uns auf die Suche nach einer Agentur und stellten schnell fest, dass allesamt exakt das Gleiche verkaufen. So pickten wir den für uns sympatischsten Anbieter aus und buchten gleich ein 4 Tages-Paket, was uns einen Rabatt von 10 % einbrachte. 

Am nächsten Tag ging es gleich zum ersten Highlight: wir besuchten das Valle de la Luna und genossen einen fantastischen Sonnenuntergang. Wir stellten auch gleich fest, dass die Guides hier um ein Vielfaches motivierter sind als noch in Bolivien. Kaum kommt man über die Grenze, legt das Wort "Dienstleistung" mächtig an Bedeutung zu...

Der folgende Tag war für mich der eindrücklichste: wir besuchten die Salar de Atacama, die Lagunas Altiplánicas und die Laguna Tuyajto (Piedras Rojas). Die Kombination der türkisfarbigen Lagune und der roten Steine war atemberaubend. Der singende Busfahrer und der tanzende Guide waren für sich schon ein Erlebnis. Die Lebensfreude der beiden war sehr ansteckend. Und als ob das nicht schon genug wäre, haben die beiden sich extrem ins Zeug gelegt. So nahmen wir uns an den einzelnen Orten viel Zeit und genossen ausserplanmässig einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir waren erst um 20 Uhr statt schon um 17 Uhr zurück in San Pedro. Wer würde bei uns schon freiwillig solche Überstunden leisten - noch dazu zu einem verhältnismässig geringen Salär...

Am dritten Tag hiess es früh aufstehen. Wir wollten den Geysir El Tatio besuchen und wurden um 05.00 Uhr abgeholt. Schon im Bus wurde es empfindlich kalt und beim Geysir-Feld auf rund 4'000 m über Meer angekommen fiel die Temperatur auf frostige minus 14 C. Glücklicherweise waren wir vorgewarnt - wir zogen alles an, was wir an warmen Klamotten dabei hatten. So war es auszuhalten. Die Herausforderung kam dann für uns etwas später: da oben beim Geysir gibt es ein Aussen-Thermalbad. Das Becken hat im besten Fall 30° C. Sich bei dieser Aussentemperatur auszuziehen, ist nicht jedermanns Sache und kostete uns einiges an Überwindung. Dann war es im Pool leider in etwa so, wie in einer abgekühlten Badewanne zu sitzen. Also alles andere als ein schön heisses Bad. Aber das Erlebnis und die Kulisse waren einmalig. Auf dem Rückweg wurden wir dann noch Zeuge, wie der Vulkan Láscar Rauch und Asche spuckte. In dem Moment ist uns wieder voll bewusst geworden, dass wir von lauter aktiven Vulkanen umgeben sind. Zum Glück blieb es bei etwas Rauch und Asche!

Noch am gleichen Abend wollten wir Sterne gucken gehen. Die Atacama-Wüste ist ein beliebter Ort für Weltall-Beobachter aus aller Welt. Von Claudia und Raphael bekamen wir den Tipp, früh genug bei Space Obs zu reservieren. Wie gut, dass wir das rund zwei Wochen vorher auch taten. Als wir unsere Tickets abholten, war die Tour ausgebucht. Wir verbrachten einen eindrücklichen Abend unter einem fantastischen Sternenhimmel und bekamen viele interessante Infos über die Sternen und ihre Konstellationen. Es war auch nicht zu viel Fachjargon und wir konnten den Ausführungen folgen. Die Beobachtungen durch die rund 15 Teleskope waren dann für mich eher enttäuschend. Ich dachte, man käme näher ran und könnte mehr von den Sternen sehen. Aber die sind halt einfach viel zu weit weg. 

Am vierten Tag wäre nochmal ein Ausflug geplant gewesen. Aber wir konnten nicht mehr und wollten auch keine Lagune mehr sehen. Irgendwann führen die ganzen Eindrücke zu einer Art Übersättigung und man kann es nicht mehr richtig geniessen. So entschlossen wir uns, den Tag in der Casa Ancestral zu verbringen. Wir plauderten mit Salomé, die seit zwei Jahren in der Casa Ancestral arbeitet. Sie musste für ihren Job ihre Familie in Bolivien zurücklassen. Ihr jüngster Sohn ist gerade mal 5 Jahre alt! Sie vermisst ihre Kinder sehr und hofft, bald zurückkehren zu können. Aber die schlechten Jobaussichten in ihrem Heimatland lassen das im Moment einfach nicht zu. Gegen Abend gönnten wir uns eine entspannende Massage und assen zum letzten Mal Sevi's chilenische Lieblingsspeise "Pastel de Choclo". 

Am Tag der Abreise sortierten wir unsere warmen Kleider aus und liessen auch die Wanderschuhe zurück. Die haben nach über 7 Jahren mehr als ihren Dienst erfüllt. Kurz vor Mittag ging es dann im Bus weiter über die Grenze nach Salta, Argentinien.

Kirche in San Pedro de Atacama

Salzwüste von Uyuni, Bolivien - 22. bis 27. Oktober 2015


Nachdem wir von diversen Seiten vernommen hatten, dass es sich lohnt, von Tupiza statt von Uyuni aus in die Salzwüste zu fahren, entschlossen wir uns für die touristisch weniger frequentierte Alternativroute. Von Sucre ging es also erst mal im Nachtbus nach Tupiza. Für die knapp 8-stündige Fahrt stand uns keine Bustoilette zur Verfügung. Wie gut, dass ich vor Abfahrt auf's Bier verzichtet hatte! Die ersten Stunden war es heiss uns stickig im Bus, was dazu führte, dass alle Passagiere die Fenster aufrissen. Nach Mitternacht wurde die Strasse immer holpriger und die Fenster standen immer noch alle offen. Es wurde ungemütlich und empfindlich kalt. Eine typisch bolivianische Busfahrt halt... Morgens um vier trafen wir völlig übermüdet in Tupiza ein. Zum Glück betreibt unser Hostel eine 24-Stunden-Rezeption. Unser Zimmer war zwar noch nicht bereit, aber wir konnten die Couch im Aufenthaltstraum in Beschlag nehmen und mussten nicht auf der Strasse warten. Kurz nach 7 Uhr gab's dann auch schon Frühstück. Danach informierten wir uns bei Torre Tours über deren Angebot und buchten kurz entschlossen für den nächsten Morgen eine 4-tägige Tour durch die Reserva Eduardo Avaroa und die Salzwüste bis nach Uyuni. Danach hauten wir uns ein paar Stunden aufs Ohr. Am Nachmittag erkundeten wir das verschlafene Nest und liessen uns per Taxi zum Mirador Entre Rios fahren. So haben wir wenigstens noch etwas von der Umgebung gesehen. Tupiza ist echt ruhig und schön.

Am nächsten Morgen ging's gleich nach dem Frühstück los. Wir teilten den Landcruiser mit Jéremy und Nancy, einem jungen, französischen Pärchen aus Paris, dem Fahrer Edwin und der Köchin Celia. Celia war auch gleichzeitig unser Guide für die Tour. Unsere Route war wie folgt:

1. Tag
Tupiza (2'950 m.ü.M.) - Sillar - Awanapampa - Cerrillos - Polulos - Pueblo Fantasma - San Antonio de Lípez - 1. Übernachtung in Quetena Chico (4'200 m.ü.M.)

2. Tag
Laguna Hedionda - Laguna Kollpa - Salar de Chalviri - Desierto de Dali - Laguna Blanca - Laguna Verde (4'400 m.ü.M.) mit Volcán Licancabur - Aguas Termales - Geysers - Laguna Colorado - 2. Übernachtung in Huayllajara (4'300 m.ü.M.)

3. Tag
Arbol de Piedra - Desierto de Siloli - Laguna Honda - Laguna Charcota - Laguna Hedionda - Laguna Cañape - Mirador Volcán Ollagüe - Salar Chiguana - 3. Übernachtung im Salzhotel in Chuvica (3'650 m.ü.M.)

4. Tag
Salar de Uyuni - Isla Incahuasi - Hotel de Sal - Colchani - Cementerio de trenes - Uyuni

Die Landschaft hat uns echt den Atem geraubt. Jedesmal, wenn wir dachten, "schöner kann's nicht mehr werden" kam schon das nächste Highlight. Der Höhepunkt der Tour war die Salar de Uyuni (auch Salar de Tunupa genannt), die mit mehr als 10'000 Quadratkilometer grösste Salzpfanne der Erde.

Leider war unser Guide Celia extrem unmotiviert. Sie und der Fahrer stiegen unterwegs nicht ein einziges Mal mit uns aus dem Fahrzeug, Infos gab's nur auf Anfrage und die wenigen "fotos locas", welche sie in der Salar de Uyuni von uns gemacht hat, waren miserabel. Den Bock abgeschossen haben die beiden dann am letzten Morgen, wo sie uns zu spät aufstehen liessen und wir prompt den Sonnenaufgang um 30 Minuten verpassten. Zum Glück war es bewölkt und damit der "Schaden" nicht ganz so gross. Ihre Antwort auf unsere Reklamation war dann, dass normalerweise die Sonne später aufgeht... hahaha... sich ärgern nützte nichts. Dafür war Celia eine hervorragende Köchin und Edwin ein sehr umsichtiger Fahrer. Man kann halt nicht alles haben ;-) Mit den Franzosen verbrachten wir gemütliche Abende bei gutem Essen und dem selbst mitgebrachten Wein. Die Unterkünfte waren auch viel besser als erwartet - einzig die Duschen fehlten bei den ersten beiden Übernachtungen.

Die Tage vergingen wie im Flug. Als wir in Tupiza ankamen, gab's nochmals kurz Ärger... Torre Tours hatte unseren Anschlusstransfer von Uyuni über die Grenze nach Chile verschlampt. Wir hatten Glück und es gab in einem Minibus noch zwei freie Plätze für uns! Der Abschied von Edwin und Celia fiel entsprechend kurz und etwas "unterkühlt" aus. Schade. Bis zu unserer Weiterfahrt blieben noch ein paar Stunden. Da es in Uyuni nicht viel zu sehen gab, setzten wir uns mit den beiden Franzosen und ein paar anderen Reisenden in ein Pup und genossen die gesellige Runde. Um 18 Uhr ging es dann für uns weiter. Nach gut drei Stunden erreichten wir Villa Mar, wo wir zu Abend assen und die Nacht verbrachten. Früh um 4.00 Uhr am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter bis zur Grenze Hito Cajón. Wir erreichten San Pedro de Atacama gegen Mittag, assen eine Kleinigkeit und bezogen anschliessend ein wunderschönes Doppelzimmer mit eigenem Bad in der Casa Ancestral. Nach den letzten Tagen im Mehrbettzimmer und ohne warme Dusche genossen wir diesen erneuten Luxus sehr. Wie geht es uns doch gut!


Tupiza

Galápagos Cruise, Ecuador - 12. bis 19. Mai 2015

(Video)

Und endlich war er da, der grosse Tag! Voller Vorfreude und etwas aufgeregt machten wir uns auf zum Flughafen Baltra, dem Treffpunkt für die "Encantada" Passagiere. Dafür mussten wir von Puerto Ayora wieder per Bus quer über die Insel Santa Cruz. Dieses Mal schafften wir es nicht ganz: Auf halbem Weg blieb der Bus mit Motorschaden stehen. Super! Zum Glück wimmelt es auf dieser Insel nur so von Taxis, daher schafften wir es rechtzeitig auf die Fähre und rüber nach Baltra.

Am Flughafen wartete schon unser Guide Juan, und nach und nach trafen die anderen 10 Gruppenmitglieder ein: Julia + Robert (DE), Kim + Dylan (USA), Natalie (GB), Sabrina (CH), Heather (BE), Kerrie, Lewis + Jenny (AUS). Ein bunter Mix. Per Bus ging's dann zum nahe gelegenen Hafen, wo die "Encantada" samt Crew schon auf uns warteten. Es konnte losgehen!

Den ersten Ausflug machten wir auf der Isla Santa Cruz und besuchten den Cerro Dragón, wo es wieder viele Landleguane zu sehen gab. Mein Highlight war aber der einsame Flamingo, der ganz alleine in der Lagune stand. Die Nacht war dann weniger ein Highlight.... Die Fahrt zur Isla Isabela war sehr holprig und ich kämpfte mit aller Macht gegen die Seekrankheit an. Zum Glück hatte ich noch Tabletten dabei und die halfen auch. Ich machte trotzdem kein Auge zu, da es mich in der schmalen Pritsche hin- und herrollte und ich befürchtete, aus dem Bett zu fallen. Am nächsten Tag war der Pazifik immer noch recht "nervös" und einige von uns hatten echt Mühe. Beim Landgang auf Isabela, in Puerto Villamil, deckten wir uns erstmal mit Medikamenten ein. Die haben zwar geholfen, machten aber extrem müde.

Mal abgesehen davon waren die Tage auf dem Schiff echt schön. Nette Leute, super Guide, tolle Ausflüge zu Fuss oder mit Schnorchel und mega leckeres Essen! Wir sind mit Pinguinen, Seehunden und Schildkröten geschwommen, haben Rochen, Seepferdchen und viele Fische gesehen, haben Haifische beobachtet, die unser Schiff umkreisten und den Flamingos beim Flirten zugeschaut. 
Unsere Tour:

1. TAG Santa Cruz: Cerro Dragón > 2. TAG Isabela: Humedales, Tintorera, Puerto Villamil, Besuch Centro de Crianza > 3. TAG Isabela: Punta Morena + Bahía Elizabeth > 4. TAG Fernandina + Isabela: Punta Espinoza, Caleta Tagus, Punta Vincente Roca > 5. TAG Santiago + Rábida: Puerto Egas, Isla Rábida > 6. TAG Daphne



Fazit: tolle Erfahrung, schöne Erlebnisse, traumhafte Natur, viele Tiere aber wir sind definitiv NICHT seetauglich :-/ Wir waren froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben und die Medis absetzen zu können. Die haben uns echt weggehauen. Zurück in Puerto Ayora feierten wir meinen Geburtstag und trafen nochmal Manu - diesmal mit ihrem Freund Marco. Wir verbrachten einen schönen Abend mit leckerem Essen und Babyhai-Beobachten am Pier - da schwammen nämlich ein kleiner Hammer-, ein Schwarzspitzen- und ein Weissspitzen-Hai rum! Ein Riesen-Highlight zum Abschluss unserer Galápagos-Abenteuer! Nun geht's zurück auf's Festland. Mal schauen, wo wir als nächstes hinkommen...


die M/S Encantada

Ecuador Rundreise - 15. April bis 1. Mai 2015

(Video)

Dorit und Jürgen lernten wir letztes Jahr in Kuba kennen. Wir haben uns super verstanden und die beiden haben sich spontan entschlossen, uns auf einer Etappe unserer grossen Reise zu begleiten. Schnell einigten wir uns auf Ecuador. Im Dezember machten wir dann Nägel mit Köpfen und buchten gemeinsam eine Rundreise bei World Insight.

Trotz der Vorfreude auf die beiden traten wir den Flug von Medellín via Bogota nach Quito mit gemischten Gefühlen an. Wir fühlten uns ein wenig ums Paradies (Kolumbien!) betrogen und wussten noch nicht so recht, wie wir auf die neuen Begebenheiten wie Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung, das Reisetempo und die Gruppe reagieren würden.

Am ersten Reisetag haben wir bei einem Stadtrundgang durch Quito die anderen Teilnehmer kennengelernt: Unsere Familie für die folgenden drei Wochen bestand aus 13 Personen plus Guide und Fahrer. Als Erster aus der Masse heraus gestochen ist Nobby. Ein Eintracht-Fan mit filigranen Füssen. Ansonsten war die Stimmung noch etwas zurückhaltend. Wir haben die historische Altstadt mit der Kathedrale, dem Plaza de la Independencia und den Kirchen San Fransisco und La Compañia angeschaut. Dabei fiel das Atmen auf 2'800 Meter Höhe schon ziemlich schwer. Am nächsten Tag ging es per Seilbahn auf den Hausberg Pichincha auf über 4'000 Meter über Meer. Auf dieser Höhe kamen dann zu den Atemschwierigkeiten auch noch Kopfschmerzen dazu. Gelohnt hat es sich wegen der Wahnsinns-Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Vulkane aber auf jeden Fall.

Am vierten Tag fuhren wir nach Otavalo zum Indianermarkt. Unterwegs stoppten wir beim Äquatordenkmal bei Cayambe, wo unser Guide David viel Interessantes über die Bedeutung und die Vermessung des Äquators durch die Inkas zu erzählen wusste. Der Samstagsmarkt in Otavalo ist riesig, voller Farben und Gerüche und herrlich anzuschauen. Auf dem Weg nach Ibarra besuchten wir auch noch eine Weberei in Peguche. Die Unterkunft in Ibarra war ein krasses Gegenstück zu unserem gewohnten Backpacker-Dasein. Die Hacienda Chorlaví verfügte neben einem Wellness-Bereich und einem schicken Restaurant auch über einen Billardtisch. Eine gute Fügung, denn Billard und Bier waren der perfekte Rahmen, um die Gruppenmitglieder baesser kennen zu lernen. Anke und Mike haben sich als echte Billard-Cracks entpuppt. Und auch mit Jochen und Beate war das Eis dann schnell gebrochen. Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Wanderung entlang des Kraterrandes der Laguna Cuicocha. Auf 3'000 Meter waren wir auch hier wieder recht schnell ausser Atem. Leider sind wir auf halbem Weg in ein heftiges Gewitter gekommen und mussten umkehren.

Weiter ging es nach Papallacta und da gleich auf eine kleine Wanderung an einem herrlichen Flüsschen entlang. Im Hotel hatten wir das Thermalbad direkt vor unseren Zimmern. Herrlich! Leider war nicht viel Zeit, um es richtig auszukosten. Am nächsten Tag haben wir das Hochland nämlich bereits wieder verlassen und sind in das Amazonas-Tiefland nach Misahuallí zu unserer Lodge am Napo-Fluss gefahren. Wir haben dort unter anderem eine wunderschöne Flussfahrt auf dem Napo gemacht und den ökologischen Zoo „Amazoonico” besucht. Die Philosophie dieser Institution ist ein wenig fragwürdig. Am Eingang stand ein kleiner Käfig mit einem Menschen drin. Uns wurde erläutert, dass es sich bei demselben um einen Volunteer handelt. Alle Mitarbeiter müssen regelmässig einen Tag in diesem Käfig verbringen, damit sie verstehen lernen, wie man sich als eingesperrtes Tier fühlt... Wenn die wirklich Tiere wieder auswildern wollen, sollten sie meines Erachtens lieber üben, wie man Käfige eliminiert. Der "Erfolg" spiegelt sich dann auch in der Auswilderungsqoute von 30 % wider. Den Menschen im Käfig haben sie übrigens erfolgreich wieder "ausgewildert". Während wir die (grösstenteils gestörten) Tiere im Zoo angeschaut haben, ist der nämlich aus dem Käfig gehechtet, als eine Kreuzotter aus dem Gebüsch direkt auf ihn zugesteuert ist. Zum Glück sass unser Guide noch dort und konnte das Arschlochtier mit einem Stock verscheuchen. Nicht auszudenken, was sonst passiert wäre. Gegen diese Viecher gibt es nämlich kein Gegengift. Unser Guide meinte nur lapidar, dass man das gebissene Körperteil halt hätte amputieren müssen.

Vom Dschungel ging es dann durch eine spektakuläre Landschaft weiter in Richtung Baños. Unterwegs stoppten wir beim Wasserfall Pailón del Diablo. Ein echtes Highlight von einem Mordswasserfall. Über schwindelerregende Hängebrücken und ein paar Stufen konnten wir direkt unter die Wassermassen absteigen und die Naturgewalt aus einem ungewohnten Winkel erleben. 

Am nächsten Tag wollten wir in Baños Reiten gehen. Rapha musste leider aussetzen, weil sie es seit der Ankunft in Quito mit dem Magen hatte. (Die Hälfte der Gruppe hat es im Amazonas übrigens auch mit Magen-Darm erwischt). Die Reittour wurde dann zur Tortur. Mein Gaul war voll der Asi. Es war schon fast fahrlässig, einem Anfänger so ein dämliches Pferd zu geben. Sogar der Guide (sein Name war Antonio Banderas...) hatte Mühe, dieses blöde Tier im Zaum zu halten. Und Gisela wurde von ihrem Pferd sogar gebissen....

Tags darauf fuhren wir weiter zum Chimborazo-Vulkan, wo wir eine Wanderung von rund 4'800 auf 5'050 m gemacht haben. Die Höhe war vor allem für Rapha heftig, lag sie doch am Vortag noch im Bett. Aber oben ankommen, waren die Strapazen gleich wieder vergessen.

Am 12. Tag stand die Fahrt mit der Riobamba-Andenbahn zur Teufelsnase auf dem Programm. Eine spektakuläre Fahrt, die es aber nicht ganz mit der Räthischen Bahn aufnehmen kann ;-) Vor der Zugfahrt hatten wir noch etwas Zeit, übe den Markt von Alausí zu schlendern. Der war ziemlich chaotisch, aber sehr farbenfroh und schön. Am späteren Nachmittag kamen wir dann in Ingapirca an, wo wir bei Regen und Wind die Inka-Ruinen besichtigten und uns dann im nahen Hotel aufzuwärmen versuchten. Gut, hat David Wärmeflaschen für uns besorgt! 

Und weiter ging's nach Cuenca. Eine schöne, koloniale Stadt mit Blumenmarkt, Kathedrale und quirliger Markthalle. Rapha hatte trotz einer Antibiotika-Kur immer noch den Toutsuiter. Das hat uns aber nicht daran gehindert, Meerschweinchen ("cuy") zu essen. Fazit: Die Viecher sind zu rein gar nichts zu gebrauchen. Wir haben uns dann aber doch entschlossen, die Sache mit der Verdauung untersuchen zu lassen. David hat uns dabei super unterstützt. Er hat uns zum Labor begleitet und die Ergebnisse direkt an seinen Onkel, der Arzt ist, weitergeleitet. Der Befund war eindeutig: Wir hatten Amöben aufgelesen. Das heisst, wir wurden von den beiden überflüssigsten Lebewesen auf diesem Planeten (Meerschweinchen und Amöben) bewohnt! Wir haben uns sofort mit den nötigen Medikamenten eingedeckt und die Parasiten gekillt. Am nächsten Tag war Rapha bereits wie ausgewechselt und dem Ausflug in den El Cajas-Nationalpark stand nichts mehr im Weg. Leider hat es auf der Wanderung mal wieder heftig geregnet und das letzte Stück war mehr Schlammschlacht als Fussmarsch. 

Vilcabamba, die letzte Station auf dem Festland, konnten wir bei bestem Wetter so richtig geniessen. Wir logierten in der Hostería Izhcayluma und machten eine wunderschöne Wanderung. Die Umgebung und die Anlage haben uns so gut gefallen, dass wir uns gut vorstellen können, später hier noch einmal vorbei zu kommen. Liegt ja auf dem Weg nach Peru.

Zuerst wollten wir aber noch auf die Galápagos Inseln. Eine lange Busfahrt führte uns von Vilcabama nach Guayaquil. Dort hiess es, von David und Wilson Abschied zu nehmen. Die beiden sind uns in den letzten Wochen richtig ans Herz gewachsen. David war nicht nur unglaublich kompetent, sondern auch ein herzensguter Mensch mit viel Humor. Und Wilson ist der aufmerksamste und beste Fahrer ever! Vielen Dank für alles!

Quito

Puerto Varas, Chile - 20. Januar bis 25. Januar 2015


Wir verbrachten eine durchzogene Nacht im doppelstöckigen Bus. In den Semi-Camas schläft es sich zwar besser, als wir befürchtet hatten. Die Sitze lassen sich ziemlich weit runterklappen und die Beinfreiheit ist besser als in jedem Flieger. Soweit so gut :-) Wenn ich nicht mitten in der Nacht aufs Klo hätte müssen... so stürchelte ich also schlaftrunken und verpeilt durch den dunklen und ruckelnden Bus in den unteren Stock und brachte da die Klotür nicht auf. Ist da wer drin? Keine Reaktion auf mein Klopfen. Also wartete ich ein paar Minuten und versuchte dann mein Glück im 2. Stock. Auch zu!! Das gibt's doch nicht. Schliessen die in der Nacht die Toiletten ab?? Gibt es doch nicht! Alles schläft, kein Steward in Sicht. Die Tür zur Fahrerkabine verdunkelt und verriegelt. Ich geh' also zurück zu meinem Sitz und schmolle. Langsam wird's brenzlig. Als ich es kaum noch aushalte, wecke ich Sevi und schicke ihn los, meine Lage zu entschärfen. Er kriegt die Chauffeur-Türe auf. Der Fahrer erschrickt dabei so sehr, dass er voll in die Bremsen steigt... der halbe Bus wach... wie peinlich. Zu guter Letzt stellte sich dann auch noch heraus, dass die Toiletten die ganze Zeit offen waren! Sie klemmten leider so sehr, dass sie sich nur mit viel Kraft aufreissen liessen. Viel Lärm um Nichts :-) Die restliche Nacht verlief dann ruhiger. Nach knapp 14 Stunden Fahrt trafen wir kurz vor Mittag in Puerto Varas ein und waren froh, wieder mal ein paar Schritte laufen zu können.

Das Städtchen mit seinen rund 35'000 Einwohnern stand bei unserer Ankunft in dichtem Nebel - wir konnten nicht einmal den See Llanquihue vor uns erkennen, geschweige denn, die imposanten Vulkane wie Osorno und Calbuco  rund um den See. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg vom Busbahnhof zu unserem Hostel. Der deutsche Einfluss des 19. Jahrhunderts lässt sich in diesem Ort schon auf den ersten Blick erkennen. Die Holzhäuser erinnern stark an den Schwarzwald. Und an jeder Ecke hat es eine Bäckerei, wo "Kuchen" auf den Schildern angepriesen wird, es gibt deutsche Bierbrauereien, ein deutsches Vereinshaus und edle Boutiquen. Von Benetton bis North Face ist in Puerto Varas alles vertreten.

Wir machten es uns im Hostel Vermont gemütlich und freundeten uns gleich mit Christýna und Sarka an, den beiden Mädels aus Tschechien, die sich hier mit viel Freude um alles kümmern. Wir kochten gemeinsam, tranken literweise chilenischen Rotwein und tauschten uns mit den verschiedensten Nationen aus: Kathy, die Fliegenfischerin aus den USA, Chris aus Marseille, Pedro und seine Freundin aus Rio, Brasilien, die beide noch nie zuvor Schnee gesehen hatten und freudig von ihrem ersten Schnee-Erlebnis auf dem Osorno-Vulkan berichteten.

Der Nebel verzog sich rasch. Unser erster Ausflug führte uns unter stahlblauem Himmel an den Lago Todos los Santos. Die gut einstündige Hinfahrt verbrachten wir stehend im komplett überfüllten Lokalbus. Dafür gönnten wir uns anschliessend eine kurze Bootstour über den See und genossen den freien Blick auf den Vulkan Osorno und die umliegenden Berge/Vulkane. Zusammen mit Kathy und Chris machten wir uns auf in den angrenzenden Nationalpark. Auf dem Wanderweg "Sendero Paso Desolación" am Fusse des Osornos waren wir der Sonne und den penetranten Mutantenfliegen schonungslos ausgeliefert. Als wir dann auch noch von stechenden Bremen angegriffen wurden, entschlossen wir nach knapp 5 km, wieder umzukehren. Aber die Landschaft und der Blick auf die Vulkane und den See Todos los Santos waren traumhaft schön. Zurück in Puerto Varas gab es dann zur Belohnung frischen Fisch im "Donde el Gordito".

Am nächsten Tag probierten wir den empfohlenen Wanderweg "Sendero El Solitario" auf der anderen Seite des Osornos aus. Die ersten 3 km durch den Wald (bosque mediano) waren markiert und super schön! Dann kamen wir aufs offene Lavafeld, wo sich die Spuren verliefen und die Markierungen komplett fehlten. Wir folgten 2 Stunden einem zurzeit trockenen Flussbett und kamen dem Osorno immer näher. Je höher wir stiegen, desto imposanter wurde der Rundumblick. Die riesigen Lavafelder erstreckten sich kilometerweit vor uns. Ausser uns war kein Mensch weit und breit. Um uns nicht zu verlaufen, legten wir Markierungen und nahmen dann denselben Weg durch das ausgewaschene Flussbett zurück an die Hauptstrasse. Auf dem Heimweg machten wir kurz Halt am Fluss Petrohué und bestaunten da zusammen mit geschätzten 1'000 anderen die Wasserfälle Saltos de Petrohué. Lange haben wir uns da aber nicht aufgehalten...

Den Tag vor unserer Weiterreise auf die Isla Chiloé verbrachten wir hauptsächlich damit, unsere Reise nach Patagonien zu planen, was wegen der Hochsaison gar nicht so einfach war. Am letzten Abend assen wir Dank dem Tipp von Maas im Restaurant La Marca super leckere Steaks. 

Nach erlebnisreichen Tagen im chilenischen Seengebiet freuten wir uns auf Chiloé und machten uns auf den Weg nach Ancud.